Motte und das Picky Eating

DSC_0094 copyAls ich wusste, dass ich mit der Motte schwanger war, fing ich an meine Ernährung zu überdenken und las fiel im Internet über gesunde Ernährung. Ich aß „clean“ verzichtete weitestgehend auf Fertiggerichte. Kochte und backte „from Scratch“, wie ich es nannte. Also ohne Zusätze. Ich fand die wunderbaren Green kitchen stories und später auch die großartige Carrots for Claire . Als wir mit fester Nahrung anfingen, las ich viel  über Eltern, die Baby Led Weaning praktizierten. Eines schienen alle diese Eltern gemeinsam zu haben:  ihre zauberhaften Kinder waren begeisterte Allesesser. Das wollte ich auch! Und es klang so logisch: ausschließlich Nährstoffreiche Gerichte anbieten und sich entspannen.

Bei uns schien trotzdem alles anders zu laufen: Motte war ca 2 Jahre ein begeisterter „Allesundvielesser“. Dann allerdings wurde er picky, wie man so schön sagt. Mit ca. 3 Jahren hatte ich das Gefühl, er isst fast nichts mehr außer Müsli mit Kuhmilch. Er verschmähte immer mehr, ich konnte es ihm beim Kochen nicht recht machen und das war sehr frustrierend. Bei jedem Essen das gleiche Prozedere: er sieht seinen Teller und sagt : „Ich will Müsli“. Meine Reaktion darauf war Tagesform abhängig. Wenn ich mir richtig viel Mühe in Form von Gedanken darüber gemacht hatte, was er mag und dann tunlichst alles andere extra gekocht hatte konnte ich schonmal recht frustriert reagieren. An anderen Tagen, wenn ich es vielleicht mit einer Gemüsepfanne darauf angelegt hatte, fing ich keine lange Diskussion an sondern stellte ihm das Müsli widerstandlos auf den Tisch. In der KiTa aß er laut Erziehern übrigens immer recht gut. Zuhause aß er also gefühlt über ein Jahr lang Müsli mit Milch, Kuhmilch, gegen deren gelegentlichen Verzehr ich nichts einzuwenden habe, als einzige Mahlzeit morgens und abends zweifelte ich aber am Nutzen.

Wir blieben (meistens) entspannt (siehe oben), weil wir das Gefühl hatten alles andere, sprich jeder Druck oder Zwang, vermiest ihm das Essen gänzlich und schließlich gibt es Schlimmere Essgewohnheiten als Müsli mit Milch. Bei besagtem Müsli handelte es sich im letzten Jahr immerhin um eine gute Biomarke, die ohne Zusätze wie Zucker auskommt. Dieses Müsli streckten wir meistens noch mit Haferflocken. Aber diese Phase zog und zog sich und ich verzweifelte schon ein wenig.

Seit Kurzem scheint es nun endlich langsam bergauf zugehen. Ich wage es kaum auszusprechen, aber das Kind fängt wieder an zu essen. Und dank Wachstumsschub hört es manchmal gar nicht mehr auf.Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich blicke zurück und sehe, dass wir diese Zeit verhältnismäßig gut gemeistert haben.

Meine Rettung war Carrots for Claire , also ihr Blog und ihre Rezepte. Was Motte nämlich außer Müsli noch außerordentlich gerne zum Frühstück aß ist dieser Chia-Pudding in einer abgewandelten Version: Himbeeren oder andere Beeren mit Banane, einem TL Chia und selbstgemachter Mandelmilch. Das rettete mein Mamaherz, denn diese Bowl war sogar basisch und war somit ein schöner Gegensatz zum säurebildenden Müsli. Glücklicherweise aß er auch immer gerne Obst und manchmal sogar ein wenig Gemüse als Rohkost (meist nur in der Küche bei den Vorbereitungen und am Tisch mochte er es dann nicht mehr). Dank Carrots for Claire waren nun auch alle meine Bäckereien gesund und die wurden bis zum Schluss immer schnell verputzt.

Ich weiß nicht was die Gründe für das Essverhalten meiner Motte sind und waren. Und das verunsicherte mich. Ich gehe den Dingen gerne auf den Grund um sie dann zu ändern und das ist bei Kindern nunmal nicht immer die richtige Herangehensweise, das muss ich noch verinnerlichen.

Rückblickend kann ich sagen, das wir diese Phase des Picky Eatings gut überstanden haben und ich würde es immer wieder so machen wollen (wer weiß was noch kommt).

Abschließend sei noch zu sagen, dass ich gerade vor Kurzem einen Durchhänger hatte. Das Brüderchen isst seit Einführung der festen Kost am liebsten Brot (selbstgebacken) mit Mandelmus und kaum Gemüse. So hatte ich wenig Spaß am Kochen ich ließ auch meine Ernährung schleifen. Just als ich das änderte, weil es mir selbst damit nicht gut ging, fingen die Kinder auch wieder an besser zu essen. Ich koche nun wieder vorwiegend für mich ohne zu sehr darauf Rücksicht zu nehmen, was jeder einzelne mag. Dabei habe ich mich von meinen heißgeliebten One Pot Gerichten verabschiedet und versuche weitestgehend einzelne Komponenten anzubieten. Ich mache bei Kochen und in der Vorbereitung also alles, was keinen wirklichen Mehraufwand bedeutet und was mir schmeckt. Die Kinder nehmen sich davon, was sie mögen und seit Kurzem wird das wieder immer mehr.

Ich kann euch nicht sagen, wie erleichtert ich bin, dass das Thema Essen ein entspannteres geworden ist. Ich muss mich sehr zusammenreißen nicht vor Freude auf meinen Stuhl zu hüpfen, wenn das Abendessen kommentarlos gegessen wird.

Das war nun sehr viel Werbung für Carrots for Claire. Ich bin eben ein großer Fan. Vor allem von ihren Zuckeralternativen.

Urlaub mit Stoffwindeln – die Planung

Wir planen unseren 14-tägigen Urlaub mit Stoffwindeln. Bisher waren wir erst ein Mal mit Stoffies unterwegs. Das war das lange Osterwochenende. Damals hatten wir natürlich nach 4 Tagen einen riesigen Wäscheberg. Ich mochte die nassen Windeln nicht tagelang in irgendwelchen Taschen oder Tüten dünsten lassen, weshalb ich sie also erstmal ausspülte und dann aufhängte. So hing das Bad voll mit ausgespülten Windeln. Speziell die Nachtwindeln (Höschenwindeln) erwiesen sich als sehr sperrig, weil diese ja sehr langsam trocknen.

Nun ist einiges schon dadurch leichter, dass wir in diesem Urlaub immer eine Terrasse haben und generell mehr Platz, sprich auch ein extra Zimmer. Außerdem ist es locker mal 10 Grad wärmer als an Ostern (hoffe ich zumindest), was die Trockenzeit verringert.

Trotzdem habe ich nach der ersten Erfahrung großen Respekt vor der Windelmenge, die wir verbrauchen werden. Deshalb möchte ich das Vorhaben ein wenig besser organisieren.

Hier nun also meine Planung und in einem späteren Eintrag werde ich dann berichten, wie es tatsächlich lief.

  1. In den Koffer dürfen:
    • Unsere Prefolds und Einlagen (ca 10 Stück + Booster)
    • einige Mullwindeln (die sind schließlich multifunktional)
    • all unsere Überhosen (6 Stück)
    • Windelmanufaktur
      • Außenwindeln (2 Stück)
      • Innenwindeln (3 Stück)
    • Waschlappen und Einmalwaschlappen
    • Der große Wäschesack von Charlie Banana und unsere Wetbags
    • Wegwerf-Vlies
  2. Ich habe beschlossen zumindest 2 Packungen (36 Stück) Flip Einwegeinlagen mitzunehmen. Diese können wir mit unseren Capri Überhosen verwenden.
  3. Außerdem stimme ich mich schon mal darauf ein, dass wir im Urlaub eventuell auch Wegwerfwindeln benutzen werden. Hier möchte aber gerne Naty oder wenigstens Moltex nehmen.
  4. Waschen müssen wir in den 14 Tagen mit 2 Kindern außerdem sowieso. Aber bestimmt nicht öfter als alle 5 Tage. Mit den Einmaleinlagen und unserem Prefold / Überhosen – System sollte das machbar sein.
  5. Zuhause bleiben auf jeden Fall die Höschenwindeln und auch die Pockets. Nachts werde ich auf Windelmanufaktur und Wegwerfwindeln setzen.

Der Lütte hatte noch nie eine WWW am Popo und das finde ich wirklich schön. Das Kleben der Plastikwindeln am Motten-Baby in den warmen Sommermonaten war ein Grund auf die Stoffies umzustellen und deswegen tue ich mich sehr schwer damit ausgerechnet im Sommerurlaub auf diese zu verzichten. Mit den geplanten Kompromissen kann ich aber, denke ich ganz gut leben. Mal sehen wie’s läuft…

Beikoststart und Baby Led Weaning reloaded

Kaum zu glauben, aber unser Kurzer wird nun bald 6 Monate alt und nun geht es schon richtig los mit der Beikost.

Für mich geht das alles viel zu schnell. Ich wollte mich vor Ende des 6. Monats eigentlich gar nicht mit dem Thema befassen. Beim Großen fingen wir mit 6 Monaten ganz langsam an ihm Essen zu präsentieren.

Der Kurze ist aber schneller, vielleicht weil er so fixiert ist auf seinen großen Bruder, ihm was nur irgend geht auch nachmachen muss.

Er krabbelt ratz fatz zum Esstisch, wenn jemand anfängt zu decken. Und dann gibt es Theater, wenn er nicht hochgenommen wird. Sobald er auf dem Schoß sitzt, stürzt er sich auf alles was erreichbar ist oder scheint.

Das macht er nun schon seid einigen Wochen so. Er ist auch schon früh mobil gewesen, hat sich schnell gedreht und kommt schon fast alleine zum Sitzen. Auf dem Schoß kann er sich auch einige Zeit gut halten. Wir werden also demnächst anfangen ihn für einige Minuten in den Hochstuhl zu setzen.

Nun sind wir also wieder beim Thema breifrei, sprich Baby Led Weaning. Auf der Suche nach Informationen über Kuhmilch und Alternativen bin ich dann über diesen großartigen Artikel von „gewünschtetes Wunschkind“  gestoßen. Der Artikel ist nicht wirklich neu (von 2014), aber er viel in eine für mich Beikostfreie Babyzeit, weshalb ich ihn erst jetzt entdeckt habe. Nun schlage ich wie damals die Hände über dem Kopf zusammen und schreibe entsetzt diesen Blogeintrag.

In dem Artikel wird mit sehr vielen Ammenmärchen und Missverständnissen rund ums Stillen und die Beikosteinführung aufgeräumt und das ganze noch super durch Quellen belegt.

So wird zum Beispiel erklärt, warum laut DGKJ nach dem 4. Monat mit Beikost angefangen werden soll (die Empfehlung richtet sich tatsächlich an Babys, die nicht gestillt werden).

Auch wird das beliebte Eisenthema aufgegriffen. Die berühmte Studie, die belegen soll dass Stillkinder zu wenig Eisen bekommen wird „auseinandergenommen“: Stillkinder haben einen geringeren Eisenwert als Kinder, die Pre-Nahrung bekommen, dies liegt aber in erster Linie an dem sehr hohen Eisengehalt der Pre-Nahrung und beweist keinen Mangel der Stillkinder.

Außerdem wird auf Sponsoren aus der Gläschen-Industrie der jeweiligen Studien und Kongresse der DGKJ hingewiesen (auch nicht unwichtig).

Wir vertrauen unserem Kurzen und achten auf eine gesunde Ernährung: viel Obst und Gemüse, wenig Salz, kein Zucker und auch, wenn möglich, kein weißes Mehl).

Er hat so viel Spaß beim Essen und ist stolz wie Bolle, wenn er wie der Große essen kann.

 

Das Familienschlafzimmer mit Floor Bed

Unsere Motte schläft wirklich sehr gut, er wird zwischendurch kaum wach und wenn doch krabbelt er zu uns und wenn ich nicht gerade wach bin und stille, bekomme ich das gar nicht mit. Sein Bett stand immer an unserem Fußende. Seitdem er laufen kann, kann er durch eine Lücke in den Gitterstäben zu uns klettern. Vor Kurzem haben wir das Bett in ein Kinderbett ohne Gitter umgebaut, aber sonst blieb alles beim Alten.

Der Kurze schlief neben mir im Babybay.

Beide Betten wurden den Kindern nun aber zu klein und so musste ein Jugendbett für die Motte her. Das Kinderbett sollte der Lütte haben.

Ich war allerdings noch nie ein Freund dieser Gitterbetten und ich wollte auch auf keinen Fall nachts aufstehen um den Kurzen zu stillen. Schlaf hat absolute Priorität. Das habe ich bei Großen schmerzhaft gelernt. Hier setze ich mich zuhause durch, denn schließlich bin ich diejenige, die die Nachtschicht schiebt.

So bin ich auf das Montessori Floor Bed gekommen. Umgesetzt haben wir es erstmal indem wir den Lattenrost mit Matratze auf den Boden gelegt haben. Das finde ich schonmal besser gebettet als auf dem harten Brett des Beistellbettchens. Drum herum sind Kissen aufgebaut, damit der Kurze nicht rausrollen kann. So sieht das dann aus:

20160524_145833_resized copy

Das Schlafen klappt sehr gut und zum Stillen hole ich ihn zu mir herauf, was auch nicht anstrengender ist als sich im Wasserbett mit Baby zum Stillen auf die jeweils andere Seite zu drehen.  Die Hauptsache ist: nicht aufstehen zu müssen.

Die Motte schläft übrigens immer noch an unserem Fußende und klettert zu uns herüber, wenn er möchte. Nun ist das Bett eben 1,90 lang.

Wir sind sehr froh, dass wir beim Einzug das große Zimmer zum „Elternschlafzimmer“ gemacht haben. Ich denke, dass die beiden Mäuse wohl zusammen ein Kinderzimmer beziehen werde, wenn sie soweit sind.

 

Feuchttücher

Folgender Dialog geht mir nicht aus dem Kopf, wenn ich an Feuchttücher denke:

„Wie, Du machst Deine Feuchttücher selbst? Wie machst Du das?“

– „Ich befeuchte Tücher“

So gepostet in einem Babyforum von einer Mama deren Name mir schon lange wieder entfallen ist. Das Zitat bekam ich aber nicht mehr aus dem Kopf. Die Frage hätte damals von mir sein können und die Antwort ist nun ja mal tatsächlich so einfach wie banal: Wir befeuchten Tücher.

Deswegen ist heute mal wieder ein Stapel Waschlappen von der Nähmaschine gehüpft.

feuchttücher

Da wir bei der großen Motte unterwegs eigentlich nie etwas sauber machen mussten,  waren Waschlappen für unterwegs auch kein Thema. Die Hände hatte ich allerdings immer schon mit Tüchern und Wasser gesäubert. Zuhause hatten wir auf raten der Hebamme von Anfang an Waschlappen benutzt.

Der Kurze hatte bis vor Kurzem ähnliche Gewohnheiten. Es gab nur ca. einmal die Woche volle Windeln. So ein Kind zu stoffwindeln ist natürlich Pipifax.

Das hat sich nun allerdings mit 5 Monaten drastisch geändert. Neuerdings wechsle ich die Windel alle eineinhalb bis zwei Stunden, weil er lustig reinkullert. Ich bin sehr froh, dass das alles so super funktioniert, aber es ist doch ein Tick mehr Arbeit als zuvor.

Auch funktioniert mein auserkorenes Stoffwindelsystem, die „Prefold-Überhose Variante“ nur mäßig gut mit MuMilch-Stuhl, aber ich schweife ab.

Nun kommt die heißgeliebte SkipHop Box für unterwegs doch noch zum Einsatz. Und die neue werde ich mir nun wohl auch besorgen, endlich mal wieder ein Grund zu Shoppen. Und wenn man schonmal bestellt, wandert vielleicht noch eine Pocketwindel in den Korb…

New Mamas World Stoffwindel-TAG 2016

Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich die Stoffwindel-Kategorie auf diesem Blog eröffnen soll. Nun hat sich dank der lieben Louis von „New Mamas World“ eine geniale Gelegenheit ergeben: Louis hat anlässlich der Stoffwindelwoche 2016 einen Stoffwindel-TAG gestartet, an dem ich mich hiermit sehr gerne beteilige.
Das Video dazu von new Mamas World findet ihr hier.
1. Was ist deine Lieblingsmarke?
Das ist schon nicht so einfach zu beantworten. Zur Zeit bin ich ein echter Überhosen-Fan. Da haben sich bei uns die Capris von Blueberry bewährt.
Außerdem liebe ich die Bumgenius Pocket-Windeln.
Als nächstes werde ich wohl die Blueberry Simplex AIOs ausprobieren, meine neuste Errungenschaft (Stoffywelt) während der Stoffwindelwoche.

2. Was ist dein Lieblingsfarbe?
Mint oder türkis. Bei Bumgenius heißt das Modell „mirror“. Das ist schön unisex.

3. Was ist dein Lieblingsprint?
Momentan die „Blue Elephants“ von Blueberry und
die „Love“ von Bumgenius.

4. Seit wann wickelst du mit Stoffwindeln?
Mein zweiter Sohn kam im Dezember 2015 zur Welt. Er ist ein Stoffwindelbaby von Geburt an. Bei meinem ersten Sohn, haben wir leider noch nicht Stoff gewickelt. Inzwischen braucht der aber nur noch nachts eine Windel.

5. Was ist dein Lieblingsverschluss?
Snaps! Klettre benutzen wir nur nachts bei den Bamboozles von Totsbots.
6. Was ist deine Lieblingssystem?
Momentan Überhosen und Prefolds oder Mullwindeln.
Unterwegs benutze ich gerne Pocket-Windeln.
Unsere Maus hat aber auch relativ selten Popo-Windeln.
Vielleicht steigen wir mit der Beikost tagsüber auf Pockets um.
Nachts benutzen wir Höschenwindeln und Überhosen, hier auch gerne Wollüberhosen, weil ich finde, dass die das Bäuchlein so schön wärmen.

7. Benutzt du Stoffwaschlappen?
Ja, nur! Auch bei Großen hatten wir zuhause nur Waschlappen mit Wasser im Gebrauch.
Inzwischen bin ich auch für unterwegs auf selbst gemachte Feuchttücher umgestiegen.
Hierzu hat new Mamas World auch ein tolles Video.

8. Was ist dein Lieblingsaccessoir?
Einmal die Skip Hop Box für Feuchttücher unterwegs, die ich aber fast nie nutze, weil wir unterwegs so gut wie nie Bedarf haben;
und dann natürlich unsere Wetbags. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich unsere schönen Taschen beim Wickeln präsentieren kann. Die sind auch schnell selbst genäht.

9. Welches ist dein Lieblingsviedo von new Mamas World?
Das sind wohl die Newborn-Specials . Die haben mich durch den Stoffwindel Dschungel geführt und uns sehr viel Frust und Geld gespart, weil einfach so gut wie alles was dort vorgeschlagen wurde für uns super gepasst hat. Mit Ausnahme der Newborn AIOs, die ich sehr schnell wieder verkauft habe.

10. Welches WaMi benutzt du?
Wir benutzen das Klar Waschmittel von AlmaWin ohne Duftstoffe und Enzyme mit ein wenig Entkalker von Sodasan.
11. Wer ist dein Lieblingsblogger?
Neben new Mamas World ist das Susanne von geborgen wachsen,  die mir gerade als frische Mutter mit ihrem Blog Mut gemacht hat unseren Weg zu gehen.
Ausserdem Nestling , vor allem was BLW angeht.
12. Welche Creme benutzt du?
Keine.
13. Trockner oder Wäscheleine?
Alles was PUL hat kommt immer auf die Leine. Was in den Trockner darf, kommt ab und zu auch rein.
14. Fleece oder Vlies?
Mit dem MuMilch Stuhl vorerst Fleece.
15. Wie viele Windeln hast du in deinem Stash?
Wir müssen alle drei Tage waschen besser alle zwei, aber es werden stetig mehr.
16. Wieviele Skip Hop Boxen hast du?
Nur eine. Für die KiTa werde ich noch eine anschaffen.
Vielen Dank an new Mamas World für diesen TAG und die vielen schönen Videos!

Stillstart mit dem zweiten Baby

Im Dezember 2015 bekamen wir unseren zweiten Schatz. Termingerecht, stark und gesund durfte er sehr romantisch im Geburtshaus das  Licht der Welt erblicken. Wir haben sofort gestillt und haben wenige Stunden später schon im eigenen Bett gekuschelt. Das Stillen klappte super, aber die Schmerzen waren wieder da.
Vorerst half auch kein Magnesium (Raynaud-Syndrom), was mich sehr verunsicherte. Bei der Motte hatte ich dies  nach ca. 8 Wochen erkannt und die Schmerzen waren weg. Hier hatte ich davon berichtet. Auch dieses Mal konnten die Hebammen kaum helfen. Ich muss es an dieser Stelle einfach noch mal sagen: nicht jede gute Hebamme ist eine gute Stillberaterin, was überhaupt nicht schlimm ist, solange sie ihre Frauen über Stillberatungen der La Leche Liga oder IBCLC aufklärt; finde ich.
Am Ende haben wir uns auch dieses Mal selbst durchgeboxt. Ich habe mir zusammengereimt, dass die Schmerzen von einer Kombination aus Babys „Fluchtkinn“ , das sich aber noch ausbildete, und meinem Reynold Syndrom herrührten.
So hielten wir weiter durch und es wurde von Woche zu Woche langsam besser. Auch sehr geholfen hat Heilwolle (wiederum ein Tipp der Hebamme).

Neu dazugekommen ist der Milchstau. Scheinbar reagiere ich relativ schnell auf Stress.
Der erste Milchstau wurde eine Brustentzündung und das passierte noch im Wochenbett. Zum Glück, würde ich sagen, denn so hatten wir die Hebamme noch regelmäßig zu Besuch. Nach 24 Stunden stillen und kühlen (Quarkwickel nach dieser wunderbaren Anleitung)  im Wechsel und viel Ruhe ging es besser.Auch geholfen hat Mercurialis Perennis von Weleda.
Mit zwei Kindern ist doch einiges anders und der Große musste gerade während des Wochenbetts zurückstecken.  Das stresste mich am meisten, aber inzwischen sind wir alle sehr viel entspannter.

Eine weitere neue Erfahrung auf die ich gut hätte verzichten können, war eine direkte Folge des Milchstaus/Brustentzündung: der Kurze nahm ab. Scheinbar wurde meine Milch weniger. Ich nahm dann  Dr. Pandalis Aktivierter Bockshornklee (z.B. hier) und legte wieder sehr häufig an. Nach 2 Tagen war alles wieder gut. Auch hier half die Hebamme. Sie machte mir Mut und sagte, dass es keinen Grund gäbe wieso die Milchmenge nicht wider zunehmen sollte, denn bis zum Milchstau hatte der Kurze immer sehr gut zugenommen. Zuversicht und Vertrauen in die Natur und den eigenen Körper waren für mich in dieser Situation am wichtigsten und auch am schwierigsten zu bewahren. Es klingt banal, aber ich brauche hier den Zuspruch von außen sehr – dem Mann gebührt hier auch ein dickes Lob.
Was mir überhaupt nicht gut tut in solch einer Situation sind Kinderärzte, die sofort zufüttern wollen, weil „ein Fläschchen schließlich nicht schadet“. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass ich damit nicht allein bin. Oft fehlt Ärzten , zumindest denen, die ich kennengelernt habe, hier die Weitsicht. Die Produktion der Muttermilch muss durch häufiges Anlegen  des Säuglings angeregt werden, ist das Baby satt vom Fläschchen passiert das unter Umständen nicht, und die Milch wird weniger.
Natürlich muss man immer abwägen und genau hinschauen wie es dem Baby geht, aber ich habe die Erfahrung gemacht, das Hebammen hierfür unerlässlich sind, weil sie die Gesamtsituation viel besser einschätzen können (vielleicht auch wollen) und weil sie Mutter und Baby als Einheit betrachten.
Natürlich gibt es viele Mütter, die mit der sogenannten Zwiemilch – Ernährung, also Flasche und stillen glücklich sind, aber für mich war das nicht der gewünschte Weg. So bin ich sehr froh, dass wir auch den Zweiten „Milcheinbruch“ überstanden haben:

Die ganze Familie wurde von der Grippe erwischt, ja alle gleichzeitig. Mich erwischte es am Schlimmsten und nach 5 Tagen Fieber und wenig Essen (ich musste mich zum Essen zwingen) ging die Milch wieder zurück und der Kurze trank schlecht. Er nahm wieder ab. Hier stand uns zum Glück  auch wieder die Hebamme zur Seite (obwohl das Wochenbett vorbei war). Sie riet zum vollen Programm: mindestens alle 3 Stunden stillen, oft die Seite wechseln und nach jedem Stillen pumpen und dem Kurzen die gepumpte Milch geben. Ergiebig war das Pumpen zunächst nicht, aber auch hier half wieder der Zuspruch von Außen. Auch der Kinderarzt half: statt zu wiegen und zum Zufüttern zu raten, sah er sich das kleine Kerlchen genau an, sah wohl dass er trotz Schnupfen und Husten stark war und verschrieb ohne zu zögern eine Pumpe.
Auch hier war nach 2 Tagen der Spuk vorbei und der Kurze trinkt wieder wie ein Weltmeister.

Gelernt habe ich auch dieses Mal wieder sehr viel, aber vor Allem: Hebammen sind unersetzlich! Ich hoff sehr, dass meine potenziellen Enkel nicht ohne diesen Berufstand auskommen müssen. Und dass sich die Situation für die Hebammen bald verbessert.

Susanne Mierau von Geborgen Wachsen hat vor einiger Zeit einen schönen Beitrag zur Wichtigkeit der Hebammenbetreuung verfasst.