Urlaub mit Stoffwindeln – die Planung

Wir planen unseren 14-tägigen Urlaub mit Stoffwindeln. Bisher waren wir erst ein Mal mit Stoffies unterwegs. Das war das lange Osterwochenende. Damals hatten wir natürlich nach 4 Tagen einen riesigen Wäscheberg. Ich mochte die nassen Windeln nicht tagelang in irgendwelchen Taschen oder Tüten dünsten lassen, weshalb ich sie also erstmal ausspülte und dann aufhängte. So hing das Bad voll mit ausgespülten Windeln. Speziell die Nachtwindeln (Höschenwindeln) erwiesen sich als sehr sperrig, weil diese ja sehr langsam trocknen.

Nun ist einiges schon dadurch leichter, dass wir in diesem Urlaub immer eine Terrasse haben und generell mehr Platz, sprich auch ein extra Zimmer. Außerdem ist es locker mal 10 Grad wärmer als an Ostern (hoffe ich zumindest), was die Trockenzeit verringert.

Trotzdem habe ich nach der ersten Erfahrung großen Respekt vor der Windelmenge, die wir verbrauchen werden. Deshalb möchte ich das Vorhaben ein wenig besser organisieren.

Hier nun also meine Planung und in einem späteren Eintrag werde ich dann berichten, wie es tatsächlich lief.

  1. In den Koffer dürfen:
    • Unsere Prefolds und Einlagen (ca 10 Stück + Booster)
    • einige Mullwindeln (die sind schließlich multifunktional)
    • all unsere Überhosen (6 Stück)
    • Windelmanufaktur
      • Außenwindeln (2 Stück)
      • Innenwindeln (3 Stück)
    • Waschlappen und Einmalwaschlappen
    • Der große Wäschesack von Charlie Banana und unsere Wetbags
    • Wegwerf-Vlies
  2. Ich habe beschlossen zumindest 2 Packungen (36 Stück) Flip Einwegeinlagen mitzunehmen. Diese können wir mit unseren Capri Überhosen verwenden.
  3. Außerdem stimme ich mich schon mal darauf ein, dass wir im Urlaub eventuell auch Wegwerfwindeln benutzen werden. Hier möchte aber gerne Naty oder wenigstens Moltex nehmen.
  4. Waschen müssen wir in den 14 Tagen mit 2 Kindern außerdem sowieso. Aber bestimmt nicht öfter als alle 5 Tage. Mit den Einmaleinlagen und unserem Prefold / Überhosen – System sollte das machbar sein.
  5. Zuhause bleiben auf jeden Fall die Höschenwindeln und auch die Pockets. Nachts werde ich auf Windelmanufaktur und Wegwerfwindeln setzen.

Der Lütte hatte noch nie eine WWW am Popo und das finde ich wirklich schön. Das Kleben der Plastikwindeln am Motten-Baby in den warmen Sommermonaten war ein Grund auf die Stoffies umzustellen und deswegen tue ich mich sehr schwer damit ausgerechnet im Sommerurlaub auf diese zu verzichten. Mit den geplanten Kompromissen kann ich aber, denke ich ganz gut leben. Mal sehen wie’s läuft…

Beikoststart und Baby Led Weaning reloaded

Kaum zu glauben, aber unser Kurzer wird nun bald 6 Monate alt und nun geht es schon richtig los mit der Beikost.

Für mich geht das alles viel zu schnell. Ich wollte mich vor Ende des 6. Monats eigentlich gar nicht mit dem Thema befassen. Beim Großen fingen wir mit 6 Monaten ganz langsam an ihm Essen zu präsentieren.

Der Kurze ist aber schneller, vielleicht weil er so fixiert ist auf seinen großen Bruder, ihm was nur irgend geht auch nachmachen muss.

Er krabbelt ratz fatz zum Esstisch, wenn jemand anfängt zu decken. Und dann gibt es Theater, wenn er nicht hochgenommen wird. Sobald er auf dem Schoß sitzt, stürzt er sich auf alles was erreichbar ist oder scheint.

Das macht er nun schon seid einigen Wochen so. Er ist auch schon früh mobil gewesen, hat sich schnell gedreht und kommt schon fast alleine zum Sitzen. Auf dem Schoß kann er sich auch einige Zeit gut halten. Wir werden also demnächst anfangen ihn für einige Minuten in den Hochstuhl zu setzen.

Nun sind wir also wieder beim Thema breifrei, sprich Baby Led Weaning. Auf der Suche nach Informationen über Kuhmilch und Alternativen bin ich dann über diesen großartigen Artikel von „gewünschtetes Wunschkind“  gestoßen. Der Artikel ist nicht wirklich neu (von 2014), aber er viel in eine für mich Beikostfreie Babyzeit, weshalb ich ihn erst jetzt entdeckt habe. Nun schlage ich wie damals die Hände über dem Kopf zusammen und schreibe entsetzt diesen Blogeintrag.

In dem Artikel wird mit sehr vielen Ammenmärchen und Missverständnissen rund ums Stillen und die Beikosteinführung aufgeräumt und das ganze noch super durch Quellen belegt.

So wird zum Beispiel erklärt, warum laut DGKJ nach dem 4. Monat mit Beikost angefangen werden soll (die Empfehlung richtet sich tatsächlich an Babys, die nicht gestillt werden).

Auch wird das beliebte Eisenthema aufgegriffen. Die berühmte Studie, die belegen soll dass Stillkinder zu wenig Eisen bekommen wird „auseinandergenommen“: Stillkinder haben einen geringeren Eisenwert als Kinder, die Pre-Nahrung bekommen, dies liegt aber in erster Linie an dem sehr hohen Eisengehalt der Pre-Nahrung und beweist keinen Mangel der Stillkinder.

Außerdem wird auf Sponsoren aus der Gläschen-Industrie der jeweiligen Studien und Kongresse der DGKJ hingewiesen (auch nicht unwichtig).

Wir vertrauen unserem Kurzen und achten auf eine gesunde Ernährung: viel Obst und Gemüse, wenig Salz, kein Zucker und auch, wenn möglich, kein weißes Mehl).

Er hat so viel Spaß beim Essen und ist stolz wie Bolle, wenn er wie der Große essen kann.

 

Das Familienschlafzimmer mit Floor Bed

Unsere Motte schläft wirklich sehr gut, er wird zwischendurch kaum wach und wenn doch krabbelt er zu uns und wenn ich nicht gerade wach bin und stille, bekomme ich das gar nicht mit. Sein Bett stand immer an unserem Fußende. Seitdem er laufen kann, kann er durch eine Lücke in den Gitterstäben zu uns klettern. Vor Kurzem haben wir das Bett in ein Kinderbett ohne Gitter umgebaut, aber sonst blieb alles beim Alten.

Der Kurze schlief neben mir im Babybay.

Beide Betten wurden den Kindern nun aber zu klein und so musste ein Jugendbett für die Motte her. Das Kinderbett sollte der Lütte haben.

Ich war allerdings noch nie ein Freund dieser Gitterbetten und ich wollte auch auf keinen Fall nachts aufstehen um den Kurzen zu stillen. Schlaf hat absolute Priorität. Das habe ich bei Großen schmerzhaft gelernt. Hier setze ich mich zuhause durch, denn schließlich bin ich diejenige, die die Nachtschicht schiebt.

So bin ich auf das Montessori Floor Bed gekommen. Umgesetzt haben wir es erstmal indem wir den Lattenrost mit Matratze auf den Boden gelegt haben. Das finde ich schonmal besser gebettet als auf dem harten Brett des Beistellbettchens. Drum herum sind Kissen aufgebaut, damit der Kurze nicht rausrollen kann. So sieht das dann aus:

20160524_145833_resized copy

Das Schlafen klappt sehr gut und zum Stillen hole ich ihn zu mir herauf, was auch nicht anstrengender ist als sich im Wasserbett mit Baby zum Stillen auf die jeweils andere Seite zu drehen.  Die Hauptsache ist: nicht aufstehen zu müssen.

Die Motte schläft übrigens immer noch an unserem Fußende und klettert zu uns herüber, wenn er möchte. Nun ist das Bett eben 1,90 lang.

Wir sind sehr froh, dass wir beim Einzug das große Zimmer zum „Elternschlafzimmer“ gemacht haben. Ich denke, dass die beiden Mäuse wohl zusammen ein Kinderzimmer beziehen werde, wenn sie soweit sind.

 

Feuchttücher

Folgender Dialog geht mir nicht aus dem Kopf, wenn ich an Feuchttücher denke:

„Wie, Du machst Deine Feuchttücher selbst? Wie machst Du das?“

– „Ich befeuchte Tücher“

So gepostet in einem Babyforum von einer Mama deren Name mir schon lange wieder entfallen ist. Das Zitat bekam ich aber nicht mehr aus dem Kopf. Die Frage hätte damals von mir sein können und die Antwort ist nun ja mal tatsächlich so einfach wie banal: Wir befeuchten Tücher.

Deswegen ist heute mal wieder ein Stapel Waschlappen von der Nähmaschine gehüpft.

feuchttücher

Da wir bei der großen Motte unterwegs eigentlich nie etwas sauber machen mussten,  waren Waschlappen für unterwegs auch kein Thema. Die Hände hatte ich allerdings immer schon mit Tüchern und Wasser gesäubert. Zuhause hatten wir auf raten der Hebamme von Anfang an Waschlappen benutzt.

Der Kurze hatte bis vor Kurzem ähnliche Gewohnheiten. Es gab nur ca. einmal die Woche volle Windeln. So ein Kind zu stoffwindeln ist natürlich Pipifax.

Das hat sich nun allerdings mit 5 Monaten drastisch geändert. Neuerdings wechsle ich die Windel alle eineinhalb bis zwei Stunden, weil er lustig reinkullert. Ich bin sehr froh, dass das alles so super funktioniert, aber es ist doch ein Tick mehr Arbeit als zuvor.

Auch funktioniert mein auserkorenes Stoffwindelsystem, die „Prefold-Überhose Variante“ nur mäßig gut mit MuMilch-Stuhl, aber ich schweife ab.

Nun kommt die heißgeliebte SkipHop Box für unterwegs doch noch zum Einsatz. Und die neue werde ich mir nun wohl auch besorgen, endlich mal wieder ein Grund zu Shoppen. Und wenn man schonmal bestellt, wandert vielleicht noch eine Pocketwindel in den Korb…